Corona - Aktuelle Zahlen und Begriffserklärungen

FFP2

Hier finden Sie den aktuellen Wert unseres Landkreises Erding: Link

Hier die Seite des RKI (komplette Deutschlandübersicht): Link 

Die Änderung zur 11. Bayerischen Infektionsschutzverordnung (gültig ab 21.01.2021) finden Sie hier: Link

 

Die Änderung zur 11. Bayerischen Infektionsschutzverordnung (gültig ab 11.01.2021) finden Sie hier: Link

 

Ab dem 16.12.2020 ist nun die 11. Bayerische Infektionsschutzverordnung gültig.

Hier finden Sie die 11. Bayerische Infektionsschutzverordnung: Link

 

Begriffe von A bis Z

Die Corona-Pandemie konfrontiert uns alle mit immer neuen Begriffen und Definitionen.

 

Hier finden Sie alle Begriffe von  A bis Z:

 

A

Abstandsregelung

Warum sind Abstandsregelungen in Zeiten der Corona-Pandemie sinnvoll?

  • Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung steigt, wenn man einer Person, die mit dem Coronavirus infiziert ist, näher als 1,5 Meter kommt.
  • Deswegen ist es sinnvoll, wann immer möglich, auch im Freien, den Mindestabstand einzuhalten und, wann immer dies nicht möglich ist, eine Alltagsmaske zu tragen (beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr etc.).

 

Aerosole

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Verbreitung des Coronavirus?

  • Das neuartige Coronavirus kann über Aerosole (in der Luft schwebende, kleine Tröpfchenkerne) übertragen werden.
  • Besonders viele dieser sehr kleinen Partikel werden beim Singen, lauten Sprechen, Husten und Niesen ausgestoßen.
  • Sie können sich längere Zeit in der Luft halten und somit zur Übertragung des Virus führen.
  • Daher ist vor allem im Winter regelmäßiges Lüften wichtig.

 

Ansteckung

Wie kann man sich mit dem SARS-CoV-2-Virus anstecken?

  • Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar, dabei ist die Infektion durch das Einatmen von Tröpfchen oder Aerosolen, die das Virus enthalten, der Hauptübertragungsweg. Neben Größenunterschieden – Tröpfchen sind größer, Aerosole kleiner – unterscheiden sich diese Partikel zum Beispiel in ihren physikalischen Eigenschaften.
  • Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen.

 

B

 Beatmung

  • Covid-19-Patienten mit einem sehr schweren Krankheitsverlauf müssen an Beatmungsgeräte angeschlossen werden.
  • Durch die Corona-Erkrankung und damit einhergehende Lungenentzündung kann zu wenig Sauerstoff ins Blut gelangen. Dann kann eine künstliche Beatmung zur Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen notwendig werden.

 

C

Corona-WarnApp

Wie funktioniert die Corona-Warn-App und welchen Mehrwert hat sie?

  • Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben.
  • Die Smartphones „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom RKI festgelegten Kriterien zu Abstand und Dauer einer Begegnung erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus.
  • Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren.
  • Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie eine Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung erlaubt zu keinem Zeitpunkt Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

 

Covid-19

Covid-19 ist die Abkürzung des englischen Begriffs „Corona Virus Disease 2019“. Es handelt sich um ein neuartiges Virus aus der Familie der Coronaviren, das erstmals 2019 identifiziert wurde.

 

 

D

Diagnose

Wie wird eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus diagnostiziert?

  • Grundsätzlich erfolgt die Diagnose von Covid-19 über eine Testung im Labor. Hierfür wird meist der PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) verwendet. Bei diesem Test wird zunächst ein Abstrich aus dem Rachenraum entnommen und in einem Labor ausgewertet.
  • Trotz zahlreicher Symptome, die bei vielen Patienten auftreten (Fieber, Husten, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes), ist die Erkrankung so unspezifisch und ähnlich zu anderen Atemwegserkrankungen, dass ohne eine Testung keine eindeutige Diagnose gestellt werden kann.
  • Wenn Sie den Verdacht haben, mit Corona infiziert zu sein, rufen Sie die Telefonnummer 116 117, eine lokale Corona-Hotline (z.B. der Stadt oder des Landkreises in der/dem Sie wohnen), Ihre Hausarztpraxis oder einen anderen behandelnden Arzt an.

 

 

E

Erreger

Welche Eigenschaften hat der Erreger des Coronavirus?

  • SARS-CoV-2 ist ein neues, sogenanntes Beta-Coronavirus, das Anfang 2020 als Auslöser von COVID-19, also der Corona-Erkrankung, identifiziert wurde.
  • SARS-CoV-2 gelangt über das Enzym ACE-2 in die Wirtszellen. Es verwendet das Enzym als Rezeptor und heftete sich damit an die Wand einer Zelle an. Der menschliche Körper hat in den Atemwegen, im Darm, in Gefäßzellen, in der Niere, im Herzmuskel und in anderen Organen eine hohe ACE-2-Dichte.

 

 

F

Fallzahlen

Mit welchen Coronafallzahlen sieht sich Deutschland derzeit konfrontiert?

  • Grundsätzlich ist die Erkrankung am Coronavirus meldepflichtig. Das heißt, dass die Gesundheitsämter die gemeldeten Fälle an das RKI weiterleiten, welches die daraus errechneten Fallzahlen für Deutschland insgesamt veröffentlicht.
  • Aktuell lässt sich ein Anstieg der Fallzahlen der am Coronavirus Erkrankten feststellen. Die jeweils tagesaktuellen Zahlen finden Sie auf der Übersichtsseite des RKI.
  • Seit Anfang September 2020 nimmt auch wieder der Anteil der älteren Personen, die mit Covid-19 infiziert sind zu, ebenso die Anzahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen. In letzter Zeit ist auch ein Anstieg der Todesfälle zu verzeichnen.

 

FFP2-Maske, FFP3-Maske

Was ist eine FFP2- bzw. FFP3-Maske und wie schützt sie mich?

  • Atemschutzmasken mit dem FFP2- oder FFP3-Standard (FFP steht für filtering face piece) schützen den Träger vor einer Ansteckung mit Krankheitserregern.
  • Normale Alltagsmasken können andere Personen vor einer Ansteckung schützen, jedoch nicht den Träger der Maske selbst. Daher ist es im Alltag sicherer, FFP2-Masken, die eigentlich in der Medizin eingesetzt werden, zu tragen. Diese können jedoch nicht wiederverwendet werden, da die Filterkapazität nachlässt, wenn sie durch die Atemluft feucht werden.

 

 

G

Grippe

Welche Unterschiede weist das Coronavirus zu den Influenza-Viren auf?

  • Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbildung erster Symptome (= Inkubationszeit) liegt bei der Influenza laut WHO bei drei Tagen. Beim Coronavirus liegt dieses Intervall bei etwa fünf bis sechs Tagen.
  • Durch die längere Inkubationszeit kann Corona unbemerkt an mehr Menschen weitergegeben werden. Zudem scheint es ansteckender zu sein als die Influenza. Nach WHO-Daten gibt ein Infizierter das Virus an rechnerisch zwei bis zweieinhalb Menschen weiter.
  • Schwere bis lebensbedrohliche Verläufe gibt es nach bisherigen Auswertungen bei Covid-19 häufiger als bei der Grippe. Etwa 15 von 100 Infizierten erkranken schwer. Wie hoch die Sterblichkeitsrate ist, lässt sich derzeit nicht seriös beantworten.

 

Grundrechtseinschränkungen

Warum können meine Grundrechte eingeschränkt werden und wie wird dies kontrolliert?

  • Die getroffenen Maßnahmen werden mit dem Infektionsschutzgesetz begründet. Darin heißt es: „Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern“.
  • Paragraf 28 des Infektionsschutzgesetzes regelt, dass als „notwendige Schutzmaßnahmen“ auch Grundrechte eingeschränkt werden können.
  • Die vorübergehende Einschränkung einzelner Grundrechte dient dem Ziel, das Gemeinwohl zu schützen.
  • Wie jede Maßnahme aufgrund eines Gesetzes können auch die Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz gerichtlich überprüft werden. Grundsätzlich sind Grundrechtseinschränkungen nur dann zulässig, wenn damit der Schutz eines höherrangigen Grundrechts bezweckt wird. In der Corona-Pandemie steht der Gesundheitsschutz über den Rechten auf beispielsweise Versammlungsfreiheit oder Religionsfreiheit.

 

 

H

Hausstände

Was versteht man unter einem Hausstand?

  • Zu einem Hausstand gehören alle Menschen, die dauerhaft in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  • In der Öffentlichkeit und im Privaten dürfen derzeit nur Menschen aus zwei unterschiedlichen Hausständen zusammenkommen.
  • In jedem Fall dürfen sich aber nicht mehr als fünf Personen treffen. Für Weihnachten tritt eine Ausnahmeregelung in Kraft. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mit eingerechnet.

 

Homeoffice

Gibt es ein Recht auf Homeoffice?

  • Derzeit gibt es keine gesetzliche Regelung bezüglich eines Anspruchs auf Homeoffice.
  • Die Politik hat sich jedoch mit einer Empfehlung an die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gewandt, um Homeoffice – so weit wie möglich – umzusetzen und zu ermöglichen.

 

Hotspots

Was sind sogenannte Corona-Hotspots?

  • Als Hotspot werden Regionen verstanden, die mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage verzeichnen.
  • Ab dieser Grenze ist eine seriöse und langfristige Nachverfolgung der Infektionsketten durch das zuständige Gesundheitsamt nicht mehr gewährleistet. Daher ist dieser Schwellenwert so bedeutsam.

 

Hygienemaßnahmen

Welche Hygienemaßnahmen werden getroffen und sind für Deutschland einheitlich?

Das Gebot AHA + L gilt in ganz Deutschland und soll zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. Die Abkürzungen bedeuten jeweils:

Abstand halten (min. 1,5m)

Hygiene: richtiges Niesen und Husten (in die Armbeuge), regelmäßiges Händewaschen

A: Alltagsmaske tragen (beim Einkaufen, im Öffentlichen Nahverkehr, in den Innenstädten usw.)

L: regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen

 

 

I

Immunität

Wie steht es um die Immunität gegen das Coronavirus?

  • Zum jetzigen Zeitpunkt ist ungewiss, wie regelhaft, robust und dauerhaft eine Immunität bei einem infizierten und inzwischen als geheilt geltenden Patienten aufgebaut wird.
  • Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Infektionen (SARS und MERS) deuten darauf hin, dass eine Immunität bis zu drei Jahre anhalten kann.
  • Um genauere Aussagen zur SARS-CoV-2-Immunität treffen zu können, sind Langzeitstudien erforderlich.

 

Impfstoff

Auf welchem Stand ist die Forschung bezüglich eines Impfstoffes gegen das Coronavirus?

  • Aktuell steht in der Bundesrepublik noch kein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 zur Verfügung.
  • Die Bundesregierung rechnet jedoch damit, dass erste Impfstoffe Ende Dezember 2020 bzw. Anfang Januar 2021 zur Verfügung stehen.
  • Aktuell sind bereits einige aussichtsreiche Impfstoff-Projekte in der letzten Testphase.
  • Nach der Zulassung sollen sich zunächst Personen aus Risikogruppen, medizinisches Personal usw. für eine Impfung registrieren lassen können. Erst danach erfolgt die Impfung der breiten Bevölkerung.
  • Eine Impfpflicht wird es – Stand heute – nicht geben.
  • Die Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern haben bisher insgesamt 92 Impfzentren eingerichtet, die gleichmäßig auf ganz Bayern verteilt sind.
  • Weitere Informationen, auch zur bayerischen Impfstrategie, bietet Ihnen das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

 

Inkubationszeit

Was ist die Inkubationszeit und wie lang ist sie?

  • Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum ersten Auftreten von Symptomen an.
  • Die mittlere Inkubationszeit liegt beim Corona-Virus in den meisten Fällen bei 5-6 Tagen.

 

Inzidenzwert

Was versteht man unter dem Inzidenzwert?

  • Die 7-Tage-Inzidenz bildet die Anzahl der nachgewiesenen Ansteckungen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner ab.
  • Das Meldedatum entspricht dem Datum, an dem das Gesundheitsamt vor Ort Kenntnis von einem positiven Testergebnis erhalten hat.

 

 

K

Kohortenisolation

Was versteht man unter Kohortenisolation?

  • Kohortenisolation (Gruppenisolation) meint die gleichzeitige Isolierung mehrerer Patienten, die sich mit demselben Erreger infiziert haben.
  • Die Kohortenisolation wird etwa für Schulklassen angewandt. Tritt in einer Gruppe oder Klasse eine Covid-19-Infektion auf, werden alle Schülerinnen und Schüler aus der Gruppe oder Klasse nach Hause geschickt, um sich zu isolieren.

 

Kontaktbeschränkungen

Welchen Mehrwert haben die auferlegten Kontaktbeschränkungen der Bayerischen Staatsregierung?

  • Kontaktbeschränkungen sind derzeit der sicherste und wirkungsvollste Weg, um die Zahl der Ansteckungen zu reduzieren: Wenn Menschen weniger Kontakt zueinander haben, können sie sich weniger anstecken.

 

 

L

Langzeitfolgen

Welche Langzeitfolgen bringt eine Corona-Erkrankung mit sich?

  • Grundsätzlich werden bei Infektionskrankheiten mit Lungenentzündungen längere Genesungszeiten beobachtet.
  • Auch bei COVID-19-Erkrankungen können Wochen bzw. Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome vorhanden sein oder neu auftreten.
  • Verlässliche, repräsentative Daten zum Anteil der Erkrankten mit Langzeitfolgen liegen derzeit noch nicht vor.
  • Daten aus England deuten jedoch darauf hin, dass etwa 40% der Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, längerfristige Unterstützung benötigen und auch bei etwa 10% der Patienten, die nicht im Krankenhaus behandelt werden mussten, Symptome länger als 4 Wochen andauern.

 

Lockdown

Was bedeutet „Lockdown“ eigentlich und wie wird es in der aktuellen Situation verwendet?

  • Das Wort Lockdown bedeutet im Englischen „Zustand der Isolation, Eindämmung oder des eingeschränkten Zugangs, der normalerweise als Sicherheitsmaßnahme eingeführt wird“.
  • Weltweit ist von Lockdown die Rede, wenn es um die zeitweisen massiven Einschränkungen in der Corona-Krise wie Schließung von Geschäften, Ausgangssperren oder Kontaktverbote geht.

 

Lüften

Warum ist Lüften wichtig, um die Eindämmung des Coronavirus zu erreichen?

  • Es ist vor allem im Winter, wenn sich viele Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten, wichtig, regelmäßig zu lüften. Um einen möglichst vollständigen Luftaustausch zu erreichen, sollten möglichst alle Fenster gleichzeitig geöffnet werden. Wo möglich, sollte ein Durchzug hergestellt werden.
  • Beim Lüften geht es darum, die verbrauchte Luft, die möglicherweise coronavirusbehaftete Aerosole enthält, durch frische Luft von draußen zu tauschen.

 

 

M

Maske

Wie verwende ich meine Maske richtig?

Bei der Benutzung einer „Alltagsmaske“ sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten:

  • Vor dem An- und nach dem Ablegen sind die Hände gründlich mit Seife zu waschen.
  • Die Maske sollte nicht an der potenziell mit Viren behafteten Außenseite berührt werden.
  • Der Mund-Nasen-Schutz soll Mund und Nase komplett abdecken und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Ein- und Ausströmen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Ein durch Benutzung durchfeuchteter Mund-Nasen-Schutz sollte umgehend abgenommen und möglichst ausgetauscht werden.
  • Einmalmasken sollten nach dem Tragen entsorgt werden.
  • Wiederverwendbare Masken sollten nach dem Tragen möglichst sofort gewaschen und bis dahin luftdicht verwahrt werden.
  • Idealerweise wird der Mund-Nasen-Schutz bei 95 Grad oder mindestens 60 Grad gewaschen.

 

Maskenpflicht

Wo gilt überall die Maskenpflicht?

  • Eine Alltagsmaske kann in Situationen, in denen man anderen Menschen unbeabsichtigt näherkommen kann, als die Abstandsregeln vorgeben, sinnvoll sein.
  • Die Bundesländer haben eine Vorschrift für das Tragen einer Alltagsmaske beim Einkauf und in öffentlichen Verkehrsmitteln erlassen.
  • Zusätzlich gibt es in einzelnen Städten und Landkreisen weitere Vorschriften – dort müssen überall im öffentlichen Raum, wo sich viele Menschen begegnen, ebenfalls Masken getragen werden.

 

Meldepflicht

Wer ist für die Meldung infizierter Personen zuständig?

  • Für Ärzte gilt eine Meldepflicht für das neue Coronavirus SARS-CoV-19.
  • Der Arzt, der bei einer Patientin oder einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung namentlich und unverzüglich dem Gesundheitsamt melden.
  • Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist oder ausschließt, ist zur Meldung verpflichtet.
  • Die Zuständigkeiten sind klar geregelt: Die Gesundheitsämter sind für die Kontaktpersonen von bestätigten Fällen zuständig. Für alle, die Symptome entwickeln, sind die niedergelassenen Ärzte zuständig.

 

Mund-Nasenschutz

Was ist ein Mund-Nasenschutz und welche Wirkung hat er?

  • Ein selbst hergestellter Mund-Nasen-Schutz, auch Alltagsmaske genannt, kann dazu beitragen, dass beim Ausatmen, Sprechen, Niesen oder Husten weniger Tröpfchen freigesetzt werden.
  • Diese Masken schützen jedoch nicht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus.

 

 

N

Niesetikette

Wie niese ich, um meine Mitmenschen zu schützen?

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dieses nur einmal und entsorgen Sie es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.
  • Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei mindestens 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen.

 

 

O

Öffentlicher Raum

Was bedeutet „öffentlicher Raum“?

  • Die Voraussetzung für öffentliche Räume ist, dass die Fläche für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Öffentlicher Raum gehört zum Beispiel einer Gemeinde, wird von ihr bewirtschaftet und unterhalten.
  • Im Allgemeinen fallen öffentliche Verkehrsflächen für Fußgänger, Fahrrad- und Kraftfahrzeugverkehr, aber auch Parkanlagen und Platzanlagen darunter.

 

 

P

PCR -Test

Wie funktioniert der PCR-Test?

  • Bei der PCR-Testung wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt.
  • Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch.
  • Hinzu kommen die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

 

Prävalenz

Was versteht man unter Prävalenz?

Die Prävalenz beschreibt den Anteil der in der untersuchten Gruppe tatsächlich infizierten Personen. Insbesondere die Angabe absoluter Zahlen von positiven Testergebnissen erlaubt keine Aussagen, wenn sie nicht in Relation zu der Anzahl der Probanden und in einen sinnvollen Zusammenhang mit deren Auswahl gesetzt werden.

Weitere Hinweise zu den Corona-Testungen erhalten Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

 

 

Q

Quarantäne

Was bedeutet Quarantäne?

  • In Quarantäne begeben sich Menschen, die nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert sind, die im Verdacht stehen, sich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert zu haben und Menschen, die Kontakt mit einer infizierten Person hatten.
  • Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch, wie in der Vorweihnachtszeit, freiwillig erfolgen.
  • Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Querdenker

Wofür stehen sogenannte Querdenker-Gruppierungen?

  • Diese fordern die Aufhebung der Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen und beziehen sich dabei auf die teilweise eingeschränkten Grundrechte. Nicht selten stellen sie die Existenz der Pandemie in Frage oder zweifeln die Gefährlichkeit des Virus an.
  • Besonders problematisch ist dabei, dass auf den Querdenker-Demonstrationen oft keine Abstands- und Maskenregeln eingehalten werden.

 

 

R

Reisewarnung

  • Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes hingegen ist nicht rechtlich bindend. Sie dient jedoch dazu, den Ernst der Lage zu vermitteln.
  • Zudem müssen Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereits eine Reise in ein Gebiet gebucht haben, das unter die Reisewarnung fällt, nicht mit den Stornokosten, die seitens des Anbieters fällig sind, rechnen.

 

Reproduktionszahl R

Was steckt hinter der Reproduktionszahl R?

  • Die Basisreproduktionszahl R0 gibt an, wie viele Personen von einer infizierten Person durchschnittlich angesteckt werden.
  • Diese Zahl setzt voraus, dass in der Bevölkerung keine Immunität besteht und dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, die Infektionen vorbeugen.

 

Risikogebiete

Was sind Risikogebiete und welche sind derzeit als solche deklariert?

    • Risikogebiete sind Regionen und Länder, in denen sich das Coronavirus stark ausbreitet und die Gesundheitslage kritisch ist.
    • Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner.
    • Derzeit stehen rund 130 Staaten auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts. Eine aktuelle Auflistung finden Sie auf der Webseite des RKI.
    • Wer in den zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet war, muss sich vor Einreise unter www.einreiseanmeldung.de anmelden.
    • Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben und sich beim örtlich zuständigen Gesundheitsamt melden.

 

Risikogruppen

Wer ist besonders gefährdet bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus?

  • Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs steigt ab einem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren stetig an. Bedingt durch ein weniger gut reagierendes Immunsystem, können ältere Menschen schwerer erkranken.
  • Verschiedene Grunderkrankungen wie z. B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere, Krebserkrankungen oder Faktoren wie Adipositas und Rauchen scheinen das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen. Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt. Wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen, ist das Risiko höher als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.

 

 

S

Saisonalität

Verhält sich das Coronavirus je nach Jahreszeit unterschiedlich?

  • Generell verbreiten sich viele Viren, die akute Atemwegserkrankungen verursachen, in der kalten Jahreszeit besser.
  • Das liegt unter anderem an den niedrigeren Temperaturen, an weniger UV-Strahlung, aber auch daran, dass sich Menschen länger in geschlossenen Räumen aufhalten Die hohen Ansteckungsraten in Ländern in wärmeren Klimazonen zeigen jedoch, dass hohe Temperaturen nicht grundsätzlich vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen.

 

Schnelltests

Wie funktionieren die Schnelltests?

  • Schnelltests, auch Antigen-Schnelltests genannt, weisen im Gegensatz zu PCR-Tests kein Erbmaterial nach, sondern Eiweißfragmente des Virus.
  • Auch beim Schnelltest wird eine Probe aus dem Nasenrachenraum entnommen und anschließend auf die vorhandene Konzentration von Virusprotein getestet.
  • Der große Vorteil dieser Tests besteht darin, dass zwischen Probenentnahme und Ergebnis nur 10–15 Minuten liegen. Deshalb könnten gerade die Antigen-Schnelltests helfen, Infizierte früher zu finden. Grund dafür ist, dass man die höchste Viruslast hat, bevor man überhaupt etwas von der Krankheit bemerkt. Gerade dann kann man andere Menschen leicht anstecken – auch wenn man sich gesund fühlt. Schnelltests können bei einem akuten Ausbruch, beispielsweise in einem Pflegeheim, zur Vorsorge bei Risikogruppen und im Schulbetrieb oder bei Veranstaltungen sinnvoll sein.
  • Schnelltests sind aber weniger zuverlässig und genau als die Corona-PCR-Tests.
  • Ein negatives Testergebnis mit einem Antigen-Schnelltest nicht bedeutet nicht, dass man nicht infiziert ist. Es bedeutet aber, dass man an diesem Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit niemanden ansteckt.

  

Sensitivität

Was versteht man unter Sensitivität?

Die Sensitivität eines Tests gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass Infizierte auch als solche erkannt werden, dass es also nicht zu falsch-positiven Ergebnissen kommt. Wichtig ist, bei den Angaben der Testhersteller darauf zu achten, worauf sich die beworbene Testsicherheit bezieht. Weitere Hinweise zu den Corona-Testungen erhalten Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

 

Spezifität

Was versteht man unter Spezifität?

Die Spezifität benennt die Wahrscheinlichkeit, dass Gesunde richtig diagnostiziert werden, es also nicht zu falsch-negativen Ergebnissen kommt. Wichtig ist, bei den Angaben der Testhersteller darauf zu achten, worauf sich die beworbene Testsicherheit bezieht. Weitere Hinweise zu den Corona-Testungen erhalten Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

 

Superspreading-Ereignisse

Was sind Superspreader bzw. Superspreader-Events?

  • Manche infizierten Menschen sind hoch infektiös, sie geben das Virus an viele Menschen weiter, während andere Infizierte nur wenige oder niemanden anstecken.
  • Wenn eine mit dem Coronavirus infizierte Person für viele Neuinfektionen sorgt, nennt man sie „Superspreader“.
  • Eine Veranstaltung, auf der viele Menschen durch wenige hoch infektiöse Menschen angesteckt werden, nennt man „Superspreading-Event“.

 

 

T

Testsicherheit

Wie sicher sind die Coronatests?

Bei der Frage nach der Testsicherheit von Corona-Tests muss zunächst zwischen drei verschiedenen Tests unterschieden werden: dem PCR-Test, dem Antigen-Test und den serologischen Tests (ELISA).

  • PCR-Tests werden eingesetzt, um zu prüfen, ob jemand im Moment infiziert ist und auch andere Menschen anstecken kann. Hierfür werden Abstriche aus dem Rachenraum entnommen. Wird anschließend im Labor das Erbgut des Virus in der Probe festgestellt, gilt die oder der Getestete als infektiös. Wird das Erbgut nicht gefunden, bedeutet das jedoch nicht unbedingt, dass die oder der Getestete nicht doch infiziert ist. Es könnte immer noch sein, dass die Viren nicht in der Probe waren, aber irgendwo anders im Körper vorhanden sind.
  • Antigen-Tests sind erst seit diesem Sommer auf dem Markt. Auch beim Antigentest wird die Probe aus dem Rachenraum entnommen. Die Tests weisen bereits innerhalb einer Viertelstunde nach, ob die Probe Virusproteine enthält. Vorteilhaft sind die schnelle Verfügbarkeit und die Möglichkeit, Antigen-Tests vor Ort direkt einzusetzen.
  • Die Tests sind besonders dann aussagekräftig, wenn die Patienten gerade eine hohe Virenlast haben. Das ist auch der Moment, in dem sie am ehesten als Superspreader andere infizieren können.
  • Serologische Tests, so genannte ELISA-Tests, können anhand von Blutproben feststellen, ob die oder der Getestete in der Vergangenheit bereits mit dem Coronavirus infiziert war.
  • Es ist möglich, dass eine positiv getestete Person eine andere Coronavirus-Infektion – etwa eine Erkältung – durchgemacht hat, nicht aber eine Infektion mit SARS-CoV-2. Auch ist die Frage nach einer dauerhaften Immunität nach einer Heilung noch nicht abschließend geklärt.

 

 

U

Übersterblichkeit

Sterben durch das Coronavirus mehr Menschen?

  • Der Begriff der Übersterblichkeit beschreibt – gemessen an Vergleichszeiträumen aus früheren Jahren – eine erhöhte Sterblichkeitsrate innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sterben innerhalb eines Beobachtungszeitraums – unabhängig von der Todesursache – mehr Menschen als statistisch erwartet, beziffert man dieses Mehr an Verstorbenen als Übersterblichkeit.
  • Um die Frage zu beantworten, ob infolge von COVID-19 in Deutschland eine Übersterblichkeit besteht, beobachtet das Statistische Bundesamt die vorläufigen Sterbezahlen in Deutschland anhand einer Sonderauswertung. Dieser Beobachtung zufolge lagen die Sterbezahlen etwa im April 2020 deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Gleich­zeitig war ein Anstieg der Todesfälle zu beobachten, die mit dem Corona­virus in Zusammen­hang stehen (Quelle: Robert-Koch-Institut). Seit der zweiten Oktoberhälfte 2020 ist dies wieder der Fall.

 

 

V

Versorgungsengpässe

Kommt es zu absehbaren Versorgungsengpässen in nächster Zeit?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geht derzeit nicht davon aus, dass das Corona-Virus-Geschehen zu einer solchen Versorgungskrise führen könnte. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist gesichert.

Es wird daher darum gebeten, von sogenannten Hamsterkäufen abzusehen.

 

 

W

Weihnachten mit Corona

Weihnachten soll nicht aufgrund von Corona ausfallen.

  • An den Weihnachtstagen, von 24.-26.12., können – zusätzlich zum eigenen Hausstand – bis zu vier weitere Personen, die aus beliebig vielen Hausständen stammen dürfen, zusammenkommen. Im besten Fall sollte im engsten Familienkreis gefeiert werden. Kinder bis 14 Jahre, die in diesen Haushalten leben, werden dabei nicht mit eingerechnet. Beispiele und eine Übersicht, in welchem Kreis Sie Weihnachten feiern können, finden Sie hier (PDF, Zusammenfassung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege).
  • Es wird empfohlen, sich nach Möglichkeit vor den Weihnachtstagen für mehrere Tage, im besten Fall für eine Woche, in Quarantäne zu begeben und die Kontakte mit anderen Menschen so weit wie möglich zu reduzieren. Auch dann bleiben Restrisiken. Dennoch reduziert diese Vorquarantäne die Gefahr, eine Infektion in den Familienkreis zu tragen.
  • Die geltenden Regeln – Abstand, Hygiene, Lüften – sollten dennoch berücksichtigt werden.
  • Die christlichen Kirchen bieten etwa Gottesdienste an, für die eine Anmeldung erforderlich ist oder die im Freien stattfinden. So wird sichergestellt, dass nicht zu viele Menschen zusammenkommen und dass Hygienekonzepte eingehalten werden können. Viele Gottesdienste werden auch live ins Internet übertragen. Die Gottesdienste beginnen so rechtzeitig, dass die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre ab 21.00 Uhr gewährleistet ist.

 

 

Z

Zweite Welle

Derzeit erlebt Deutschland die zweite Welle der Infektionen mit dem Coronavirus. Das bedeutet, dass die Infektionszahlen in der letzten Zeit die Niveaus im Frühjahr erreicht haben und auch überschreiten. Deswegen erließ die Bundesregierung Anfang November den sogenannten Lockdown light, der das Infektionsgeschehen bremsen soll. Ab dem 15. Dezember tritt bundesweit ein verschärfter Lockdown ein, der zunächst bis zum 31. Januar gilt.

 

(Quelle: Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, https://www.buergerbeauftragter.bayern/corona-a-z/)

 

Änderung ab dem 11.01.2021:

Coronamaßnahmen ab 11.01.2021

 

 

 

 

Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 14.12.2020:

 

Lockdown Dez

 

Lockdown Bild 1

 

Lockdown Bild 2

 

 

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